Bausachverständige - Aufnahme ins Sachverständigenverzeichnis

  

Allgemeine Informationen

Um in Verfahren für Behörden als nichtamtliche Bausachverständige bzw. als nichtamtlicher Bausachverständiger tätig zu werden, ist die Aufnahme in das Sachverständigenverzeichnis der Landesregierung erforderlich. Wenn die Behörde in einem Ermittlungsverfahren einen Bausachverständigen benötigt und ihr keine Amtssachverständige bzw. kein Amtssachverständiger zur Verfügung steht, so zieht die Behörde eine nichtamtliche Bausachverständige bzw. einen nichtamtlichen Bausachverständigen aus diesem Verzeichnis heran.

  

Voraussetzungen

Für die Aufnahme in das Verzeichnis ist erforderlich:

  • Befugnis zur Ausübung des Berufs als Ziviltechnikerin bzw. Ziviltechniker oder
  • Befugnis zur Ausübung des Berufs als Baumeisterin bzw. Baumeister und
  • mindestens dreijährige einschlägige Praxis im Bereich Hochbau

Hinweis: Personen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, können dennoch in das Verzeichnis aufgenommen werden, wenn sie vor dem Zeitpunkt der Antragstellung durch mindestens zehn Jahre hindurch ununterbrochen und anstandslos im Fachgebiet (Bereich Hochbau) tätig waren. In diesem Fall prüft die zuständige Behörde, ob die betreffende Person über ausreichende fachliche Kenntnisse auf dem Gebiet des Bauwesens, des Raumordnungsrechtes sowie über die Aufgaben als Bausachverständige bzw. als Bausachverständiger verfügt.

  

Zuständige Stelle

das Amt der Landesregierung - Abteilung 13 Umwelt und Raumordnung

[Zuständige Stelle / Formular...]
  

Verfahrensablauf

Der Antrag auf Aufnahme in das Verzeichnis hat schriftlich unter Anschluss der geforderten Unterlagen zu erfolgen.

Liegen der Behörde sämtliche Unterlagen vor und entscheidet sie nicht binnen einer Frist von drei Monaten, gilt der Antrag als genehmigt (Genehmigungsfiktion). Das ist dann nicht der Fall, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller von der Behörde rechtzeitig über eine Fristverlängerung informiert wurde.

Die Genehmigungsfiktion kann aber nur dann eintreten, wenn

  • eine Zustellbevollmächtigte bzw. ein Zustellbevollmächtigter im Inland gegeben sind, oder
  • eine Abgabestelle im Inland besteht, oder
  • eine Anmeldung beim Zustelldienst nach § 33 Zustellgesetz vorliegt, oder
  • im Verfahren eine elektronische Zustelladresse und ein Passwort bekanntgegeben wurden.

Hinweis: Die Behörde ist verpflichtet, über den Eintritt der Genehmigungsfiktion eine schriftliche Bestätigung auszustellen.



  

Erforderliche Unterlagen

  • Baumeisterbefugnis oder Ziviltechnikerbefugnis
  • Meldezettel
  • Geburtsurkunde
  • Ausbildungsnachweise
  • Beschäftigungsnachweise

  

Kosten

  1. EINGABEGEBÜHR
    Für die Einbringung des Antrages ist eine Gebühr von 14,30 Euro zu entrichten. Für Ansuchen um Erteilung einer Befugnis oder die Anerkennung einer Befähigung oder einer sonstigen gesetzlichen Voraussetzung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit ist eine Gebühr von 47,30 Euro zu entrichten.
  2. BEILAGENGEBÜHR
    Für jede Beilage, die dem Antrag anzuschließen ist, ist eine Gebühr zu entrichten. Sie beträgt 3,90 Euro je Din A3-Blatt*. Ist die Beilage größer als ein DIN A3-Blatt, dann beträgt die Gebühr je Papierblatt 7,20 Euro. Die Gebühr beträgt höchstens 21,80 Euro.
    * Das Gesetz verwendet den Begriff "Bogen", das ist Papier dessen Seitengröße das Ausmaß von zwei mal 210 mm x 297 mm nach einer oder nach beiden Richtungen nicht überschreitet.
  3. LANDESKOMMISSIONSGEBÜHR
    Sind für die Behandlung des Antrages Amtshandlungen der Behörden außerhalb des Amtes erforderlich, so sind hier für Kommissiongebühren zu entrichten. Die Höhe der Kommissionsgebühr beträgt für jede angefangene halbe Stunde je teilnehmendes Amtsorgan
    • für Amtshandlungen der Bezirksverwaltungsbehörden: 17,00 Euro
    • für Amtshandlungen sonstiger Behörden des Landes: 23,70 Euro


  

Rechtsgrundlagen

  

Feedback

  

Datenschutzrechtliche Bestimmungen

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite ( https://datenschutz.stmk.gv.at).