Wirtschaftstreuhänder - Wirtschaftstreuhänder - Suspendierung

  

Allgemeine Informationen

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer muss die Ausübung eines Wirtschaftstreuhandberufes vorläufig untersagen, wenn dies aufgrund von bestimmten Voraussetzungen erforderlich ist.

HINWEIS Gegen die Suspendierung kann das Rechtsmittel der Berufung eingelegt werden. Der Berufung kommt jedoch keine aufschiebende Wirkung zu.

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer hat die Suspendierung auf Antrag aufzuheben, wenn der Grund für eine Untersagung nicht mehr gegeben ist.

  

Voraussetzungen

Die Ausübung eines Wirtschaftstreuhandberufes einer berufsberechtigten Person muss vorläufig untersagt werden, wenn

  • diese die volle Handlungsfähigkeit verliert oder
  • gegen diese eine rechtswirksame Anklageschrift gemäß den §§ 210 bis 215 der Strafprozessordnung 1975 wegen des Verdachts
    • einer mit Vorsatz begangenen strafbaren Handlung, die mit mehr als dreimonatiger Freiheitsstrafe bedroht ist, oder
    • einer mit Bereicherungsvorsatz begangenen gerichtlich strafbaren Handlung oder
    • eines gerichtlich strafbaren Finanzvergehens vorliegt oder
  • gegen diese Untersuchungshaft wegen des Verdachtes einer der in § 106 Wirtschafttreuhandberufsgesetz 2017 aufgezählten Handlungen verhängt wird oder
  • gegen diese rechtskräftig ein Konkurs- oder ein Ausgleichsverfahren eröffnet wurde oder
  • ihr Antrag auf Konkurseröffnung mangels voraussichtlich hinreichenden Vermögens abgewiesen wird oder
  • dieser eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung fehlt.

Die Suspendierung ist auf Antrag aufzuheben, wenn die Suspendierungsgründe nicht mehr vorliegen.

  

Fristen

Es sind keine besonderen Fristen zu beachten.

  

Zuständige Stelle

Die Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

HINWEIS Über die Berufung hat der Landeshauptmann zu entscheiden.

[Zuständige Stelle / Formular...]
  

Verfahrensablauf

Die zuständige Stelle erlässt die Suspendierung mittels eines schriftlichen Bescheids.

Dieser wird dem Berufsberechtigten oder der Berufsberechtigten zu eigenen Handen zugestellt.

HINWEIS Für den Fall, dass die berufsberechtigte Person die volle Handlungsfähigkeit verliert, und bei Gesellschaften wird der Bescheid der gesetzlichen Vertreterin oder dem gesetzlichen Vertreter zugestellt.

  

Kosten

Bescheid

14,30 Euro Bundesgebühr

  

Rechtsgrundlagen

  

Datenschutzrechtliche Bestimmungen

  1. Im Zuge dieses Verfahrens bekanntgegebene Daten und jene Daten, die die Behörde im Zuge des Ermittlungsverfahrens erhält, werden auf Grund des Art. 6 Abs. 1 lit. c und e Datenschutz-Grundverordnung in Verbindung mit den diesem Verfahren zugrundliegenden Materiengesetzen automationsunterstützt verarbeitet. Die Verarbeitung erfolgt zum Zweck der Abwicklung des eingeleiteten Verfahrens, der Beurteilung des Sachverhalts, der Erteilung der Bewilligung sowie auch zum Zweck der Überprüfung.
  2. Die allgemeinen Informationen
    • zu den zustehenden Rechten auf Auskunft, Berichtigung, Löschung, Einschränkung der Verarbeitung, Widerruf und Widerspruch sowie auf Datenübertragbarkeit;
    • zum zustehenden Beschwerderecht bei der Österreichische Datenschutzbehörde;
    • zum Verantwortlichen der Verarbeitung und zum Datenschutzbeauftragten finden Sie auf der Datenschutz-Informationsseite ( https://datenschutz.stmk.gv.at).